Auf den Mops gekommen...
1998 verliebten ich mich in einen kleinen Mops, den ich dann unbedingt
haben musste. Somit gesellte sich noch klein Tarzan zu mir. Er entpuppte
sich zu einem lebensfrohen und lustigen Möpslein. Doch schon im Alter
von 12 Wochen begannen die ersten Probleme. Es zeigten sich hässliche
Hautausschläge, die sich als eine generalisierte Form der „Demodikose“
herausstellte. Dazu kamen große Atemprobleme. Nach ca. 6 Monaten wurde
Patelllaluxation und Hüftdyplasie festgestellt. Der Kleine Mops war todkrank. Ich versuchte alles was möglich war, denn Tarzan hatte so viel Lebensmut und eine riesige Lebensfreude. Es gab Zeiten, wo ich dachte, jetzt wird alles gut, doch die Rückschläge blieben einfach nicht aus. Im Alter von gerade mal 2 Jahren hatten wir den Kampf verloren und mussten den Liebling der Familie von seinem Leid erlösen. Noch heute treibt es mir die Tränen in die Augen. | |
Für mich stand während dieser schweren Zeit fest: Ich muss etwas für die Gesundheit dieser bezaubernden Rasse tun.
Nun begann ich mit der überaus schweren Suche nach geeigneten Zuchthunden. So kam es dann, dass ich einige Hunde erst gar nicht in die Zucht nehmen konnte oder nach nur einem Wurf wieder aus der Zucht nehmen musste. Dieser mehr als beschwerliche Weg bescherte mir nicht nur Freunde, sondern auch viele Neider und Gegner der von mir angestrebten Zuchtziele. Langsam aber stetig stellten sich die ersten Erfolge ein.
2005 hatte ich mein erstes Zuchtziel erreicht, einen Mops, der uneingeschränkt am Leben teilhaben kann.
![]() Mopshündin "Little Coco" | ![]() Mopsdeckrüde "Zachary" | Meine bildschöne Mopshündin „Little Coco, Princess zur alten Grube“ zog
im Alter von 9 Wochen in ihr neues zu Hause nach Berlin/ Bernau und
wurde dort zusammen mit einer von mir vermittelten Mopshündin, die Begründerin einer Zuchtstätte, die meinen Zuchtgedanken
weiterführen wollte. Um mein Zuchtziel zu festigen und das Zuchtpotential zu erweitern, begann ich im großen World Wide Web mit der Suche nach geeigneten Zuchthunden. Doch es sollte sich als sehr schwierig herausstellen. Nach Monaten wurde ich fündig.. Von den Züchtern Ken & Merry Richardson in USA holte ich zusammen mit meiner Freundin Erika im November 2006, meinen Traummops „Zachary“ persönlich nach Deutschland. Diese Bemühungen trugen dann auch Früchte. |
Im folgenden Jahr schlossen wir uns mit der Züchterin aus Bernau
zusammen, um weitere Hunde bei Merry Richardson zu erwerben . In diesem Zuge bot
Merry mir einen Deckrüden Namens Merlyn, den ich schon in der Vergangenheit in Amerika
kennen lernten durfte, als Zugabe an. Da ich meinen Traumrüden aber schon gefunden hatte, bot ich der Züchterin aus Bernau an, Mopsrüde Merlyn zu übernehmen. Merlyn wurde in dieser Zucht ein erfolgreicher Deckrüde. | ![]() |
![]() Mopshüpndin "Paula" | ![]() Mopsrüde "King Arthur" | Einer meiner Welpen „King Arthur, Prinz
zur alten Grube“ sollte ebenfalls als Zuchtrüde den Grundgedanken
meiner Mopszucht erfolgreich fortsetzen. Diese beiden Möpse haben
Nachkommen, deren Nachkommen wiederum Nachkommen haben und mit jedem
weiteren dieser Welpen hat sich mein Zuchterfolg manifestiert. So können
wir heute auf eine Vielzahl von gesunden und frei atmenden Möpsen
blicken und ich hoffe, dass sich noch viel mehr Mopszüchter anschließen,
diese gesunden Hunde zu züchten.
Eine dieser Nachkommen ist Mopshündin Paula, die die Begründerin der Zuchtstätte Vom Eichendorf in Amberg ist. In der Verpaarung mit meinem Zuchtrüden Zachary ein weiterer Schritt nach vorn in Sachen gesunder Mops. |
Man darf darüber hinaus nie vergessen, dass die Natur ihre eigenen Gesetze hat und es bei aller Sorgfalt in der Mopszucht wieder Rückschläge geben kann.
Unser außergewöhnlicher Deckrüde „Zachary“, der aus der erfolgreichen und alten Winston Linie stammt, ist das Ebenbild seines Vaters. Zachary führt diese USA-Linie erfolgreich weiter und steht gesunden Mopsdamen zur Verfügung.
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung. Es ist sehr bedauerlich, dass ein regelrechter Konkurrenzkampf unter den Mopszüchtern ausgebrochen ist: Ganz nach dem Motto, exklusiv, exklusiver, am exklusivsten. Leider bleibt wieder mal der Mops dabei auf der Strecke. Man darf das wesentliche, einen gesunden Mops zu züchten, nicht wieder aus den Augen verlieren. Viele wollen den Mops neu erfinden, dies hat der bezaubernde Kobold nicht verdient.
Der Mops soll das bleiben was er ist, ein liebenswerter Begleiter in allen Lebenslagen.




